Buch - und Heftproduktionen


Eine Leidenschaft, die ich während des Studiums entwickelt habe, ist es Fotobücher anzufertigen. Mit ein bisschen Hilfe konnte ich mich bereits in verschiedene Buchbindetechniken einarbeiten. Die folgenden Bücher sind bis auf das Letzte alle handgefertigt und vom Druck bis zum Buckrücken von mir konzipiert. Die Bindetechniken variieren je nach Thema und Konzept von der einfachen Klebebindung über Heft- und Klammerbindung bis zur japanischen Bindetechnik mit offenem Buchrücken.

 


what matters?, 2017

Diese Arbeit im Notizbuchformat beschäftigt sich mit Assoziationen zu einem Interview mit Astrophysiker Carlos J.A.P Martins aus Portugal. Die diskutierten Themen werden fotografisch aufgegriffen und abstrahiert. Statt formulierter Gedanken kreisen Bilder umeinander - Momente, Eindrücke, Erinnerungen - verfärbt, verblichen, überdeutlich und manchmal nur noch ein Überbleibsel an der Seitenkante.

Poetische knappe Notizen lassen Teile des Interviews wieder lebendig werden und verbinden sich mit den Bildern zu einem neuen Kontext.

Hier tritt der Inhalt zurück und macht Platz für eine Gedankenwelt, welche sich mit den Schnittstellen zwischen komplexen astronomischen Thematiken und der irdischen Alltagswelt auseinandersetzt.

No Home made, 2017

 

 

Spiel und Sport liegen wie so oft nah beieinander. Trotz einer der durchorganisiertesten Ligasportarten ist das "Paintball"-Spiel in Deutschland immer noch viel Kritik ausgesetzt. Zu nah sei das Spiel kriegsähnlichen Zuständen.

Wer einmal selbst dabei war, kann meist noch ein andere Sichtweise erzählen. Es geht dabei auch um das Team, den Zusammenhalt, um Technik und strategisches Denken.

Vielfältige Spielgründe, das internationale Zusammentreffen Spielbegeisterter und abenteuerliche und auch abstruse Kulissen sorgen für viel Abwechslung.

Ein Spiel auf verschiedenen Spielfeldern in Frankreich und Holland.

Innere Sicherheit, Sammelmappe, 2016

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Photoszene Köln 2016 enstanden in einem Kurs bei Katja Stuke und Oliver Sieber 7 verschiedene Arbeiten zu dem Thema "Innere Sicherheit".

Alle Arbeiten sind als Einzelhefte in dieser Sammelbox zusammengefasst.

Typ F, 2016

Eine Siedlung inmitten des Ruhrgebiets. Statt mehrstöckiger Gebäude enstanden hier in den 60ern erdgeschossige Einfamilienhäuser mit Garten. Atriumsiedlung wird die Bauweise unter Architekten genannt, in welcher sich Garten und Haus in immer wiederholender Weise ablösen.

Ein Gebäude hat mein besonderes Interesse geweckt. Es ist das Haus meines Großvaters. Mehrere Jahre fotografierte ich in diesem Haus.

Meine Serie zeigt eine Gegenüberstellung zwischen dem, was war und der Gegenwart. Renovierung und Sanierung verändern unsere Sicht auf die Dinge und wie wir sie in Erinnerung behalten.

In meiner Arbeit verknüpfe ich Recherche, Erinnerung und Gegenwart miteinander und konstruiere dadurch eine neue Realität.

Legenda Aurea, 2015

 

 

Es ist eine Geschichte von Jugendlichen in den Bergen Borjomis. Eine Gruppe nimmt mich auf und reist mit mir zur Kapelle von St. George. Es ist eine Tradition. In Georgien hat der Heilige St. George eine besondere Stellung - als Symbol für das Gute und Kämpfer gegen das Schlechte.

Die Gruppe reist also alljährlich zu einer kleinen Kapelle in den Bergen, um zum Georgstag ihren Helden zu feiern und ihre Jugend Jugend seien zu lassen.

 

Zu Gast bei gästen, 2015

 

 

 

Dieses Buch umfasst Fotografien, die bei meinen regelmäßigen Besuchen einer Gruppe junger Syrer in einer Flüchlingsunterkunft in Herne entstanden. Über mehrere Monate fotografierte ich deren Alltag und verbrachte viel Zeit in deren winziger Wohnung, in der zwischen 6 und 8 junge Männer wohnten.

Die Bilder erzählen von keiner Handlung, es geht um einen rotierenden Tagesrhytmus, nichts passiert. Dennoch kommt die Gruppe ausgelassen und fröhlich umhin. Auf Wunsch der Abgebildeten können die Bilder leider nicht veröffentlicht werden.

Lonesome drivers, 2014

 

 

Das Führerhaus eines LKWs ist für die Fahrer ein einsamer aber besonderer Ort, an welchem sie unheimlich viel Zeit verbringen. Viele dekorieren und statten ihre Windschutzscheibe daher mit vielen persönlichen Gegenständen aus.

Mit vielen Besuchen zu Raststätten habe ich ein paar nette Fahrer dokumentiert mit ihrer eigenen besonderen Ausstattung und dabei festgestellt, dass die Windschutzscheibe für viele wie eine Bühne fungiert, auf die man aus dem Podium herunterschaut.

Ein Fahrer hatte seine gesamte Familie immer bei sich - als Bild auf Handtüchern, Kissen - und Deckenbezügen.